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Der Spielführer der Nationalmannschaft knickt vor der journalistisch tätigen bundesrepublikanischen Betroffenheits-Camarilla nicht ein

Manuel Neuer – der Unbeugsame: “Was andere von mir fordern, ist mir eigentlich egal.”

Pontius Pilatus 24.08.2020 Teilen

Linke Meinungsdiktatur ist bundesrepublikanischer Alltag (Photo by Bermix Studio on unsplash)

Ausnahmetorhüter stand nach mehrmaliger Verletzung vor dem sportlichen Aus

Was viele heute aus den Augen verlieren, wenn sie über den 1,93 langen mehrfachen Welttorhüter philosophieren, ist sein drohendes Karriereaus nach mehreren schweren Verletzungen im Jahr 2017. Obwohl voll austrainert und frei von jeglichen überflüssigen Pfunden forderte der Leistungssport nach mehr als einem Jahrzehnt auf allerhöchstem Niveau seinen physischen Tribut. Jeder noch so große Athlet hat bekanntlich eine Schwäche. Die physische Schwäche des Modellathleten war an seinem linken Fuß zu verorten. Dort zog er sich am 18. April 2017 im Champions-League-Spiel gegen Real Madrid einen Haarriss zu. Damit war die Saison 2016/2017 für ihn beendet.

Doch damit nicht genug. Vielleicht von zu großem Ehrgeiz getrieben, vielleicht zu früh wieder in den Trainingsbetrieb integriert, verletzte sich Neuer am 18. September 2017 erneut am linken Fuß, wurde operiert und fiel langfristig aus. Damals pfiffen es schon die Spatzen von den Dächern: Eine erneute Verletzung am linken Fuß hätte bei seiner Athletik, den wirkenden Hebeln und seiner Muskelmasse wohl das Karriereende bedeutet. 92 Kilo Lebendgewicht brauchen starken Halt auf dem Boden und Stabilität.

Aber Manuel Neuer kam zurück, wenn auch zunächst nicht beim FC Bayern München. Trotz fehlender Spielpraxis nach seiner Verletzung in der Saison 2017/2018 kehrte er ins Tor der Nationalmannschaft zurück. Sportlich war dies zumindest umstritten, stand doch mit mit Ter Stegen ein exzellenter Torhüter gleicher Güte nach einer glänzenden Saison beim FC Barcelona parat, für Deutschlands Farben aufzulaufen. Von vielen abgeschrieben, jemals wieder an das Leistungsniveau des WM-Turniers 2014 heranzukommen, kämpfte er sich der geborene Gelsenkirchener wieder heran an alte sportliche Höhen. Derzeit kann man mit Fug und Recht sagen: Nicht in vielen Spielzeiten war Manuel Neuer noch stärker als in der Corona-Saison 2019/2020.

Nach dem angeblichen Skandalvideo: Manuel Neuer: “Was andere von mir fordern, ist mir eigentlich egal.”

Bundesrepublikanische Realsatire pur setzte dann nach Bekanntwerden des “Skandalvideos” aus Neuers Kroatienurlaub ein. Was war passiert? Während seines Kroatienurlaubes im Juli 2020 ließ er sich mit seinem Freund, langjährigen Torwarttrainer und Trauzeugen Toni Tapalovic beim Singen der inoffiziellen zweiten kroatischen Nationalhymne filmen.

https://twitter.com/i/status/1282682896998948865

Das Lied „Lijepa li si“ (Du bist schön) der beliebten kroatischen Band Thompson wurde angestimmt. Weil Thompson nicht das Hohelied auf den Multikulturalismus und weltbrüderlichen Sozialismus anstimmt, wie es in Buntland zunehmend verbindlich zu sein scheint, sondern konsequent für das kroatische Volk und die nationale Idee Stellung bezieht, wurde inmitten des medialen Sommerlochs ein aberwitziger Pseudoskandal konstruiert.

Erstaunlich für bundesrepublikanische Lande: Der Ausnahmeathlet und Kapitän der ehemals deutschen Nationalmannschaft ruderte nicht zurück unf bedauerte sein Handeln, nein: Der Fahrkartenschalter nach Canossa zur irrwitzigen abermaligen Begleichung einer deutschen Schuld, die auch Neuer abzutragen hätte, blieb diesmal geschlossen. Lakonische Antwort Neuers auf die insistierende Frage eines linken Journalisten:

“Was andere von mir fordern, ist mir eigentlich egal.”

WIR sagen: Bravo, Manuel Neuer!





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