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Totentanz: Gespentische Athmosphäre beim Vorbereitungsspiel der Falken gegen die Gäste der GCK Lions aus Zürich

Covidiotentum meets Eishockey in der Kolbenschmidt-Arena

Der Oekonom 26.09.2020 0 Teilen

Totentanz in der Kolbenschmidt-Arena beim Testspiel gegen die Gäste aus Zürich (Bildquelle: WIR)

Beachtliche sportliche Leistung der Falken beim 9:3-Schützenfest

Wer überhaupt in der zum Hochsicherheitstrakt umgewandelten Kolbenschmidt-Arena in der Lage war, dem Vorbereitungsspiel der Heilbronner Falken gegen den Schweizer Erstligisten ZSC Lions aus Zürich zu folgen, der durfte sich an einem munteren, torreichen Spielchen erfreuen, in der die Unterländer Kufenflitzer beachtliche Spielfreude zeigten. Zwar ging es mitunter nur körperlos freundschaftlich zur Sache und die Schiedsrichter sprachen gänzlich sinnentleerte und vor allem viel zu zahlreiche Strafen aus, aber die Ansätze der Falken im Offensivspiel waren vielversprechend.

Gespenstische Athmosphäre, unterirdische Friedhofsstimmung

Die sportliche Darbietung sollte aber an jenem denkwürdigen Freitagabend des 25. September 2020 absolute Nebensache sein. Schon der Zugang zum Spiel war eine Zumuntung: Hier haben sich griffelspitzende Bürokraten und Apparatschiks wieder einmal selbst übertroffen! Die zugelassenen 500 Zuschauereinladungen mussten personalisiert sein, es war sogar der Bundespersonalausweis zum Nachweis vorzuzeigen. Die Taschen mussten selbst bei dem erbärmlichen Kummerpublikum von 408 Zuschauern, die sich diesen Spuk ganz im Zeichen der Corona-Hysterie antaten, geleert werden.

Auch die Ordnungskräfte des Vereins, seit jeher wohl aus eigenen Minderwertigkeitskomplexen zu Übereifer neigend, übertrafen sich beim Heilbronner Eishockeytotentanz einmal mehr in ihrer Penetranz. Hier konnten sich in schwarz gekleidete, vermeintlich der Unterschicht angehörige Möchtegern-Sheriffs einmal mehr austoben und mündigen, erwachsenen Staatsbürgern vorschreiben, wie sich sich gefälligst zu verhalten hätten.

Schon beim Eintreten des Verfassers in die Hallen des traurigen Schauspiels am Europaplatz, natürlich unter Abstandshaltung und mit Covidiotenmaske, bekam ein pseudomartialisch auftretender willfähriger Erfüllungsgehilfe des Corona-Staates geradezu Schnappatmung. Der Grund: Ich unterließ es vermeintlich, meine Hände am bereitgestellten Desinfektionsspender dem Hygienediktat zu unterwerfen. Tatsächlich hatte ich dies aber wenige Augenblicke zuvor aus Eigenmotivation getan. Insgesamt kann man über das völlig unverhältnismäßige Vorgehen der Veranstalter auf Geheiß aus dem roten Rathaus nur den Kopf schütteln.

Keine Perspektive der DEL2 unter den aktuellen politischen Vorzeichen

Als Ökonom muss man die Perspektive für die DEL2 als äußerst kritisch ansehen. Beim Heilbronner EC mag der Anteil der Zuschauereinnahmen am Gesamtetat noch eine nachrangige Rolle spielen, ist doch der Zuschauerzuspruch bei den Heilbronner Puckjägern seit Jahren unterirdisch und man profitiert vom Sponsoring der äußerst finanzkräftigen Wirtschaftsregion im Unterland. Die Gehälter der Spieler dürften infolge der großzügig, faktisch aber den Missbrauch einkalkulierenden Corona-Kurzarbeitergeldregelung ebenfalls heruntergefahren werden können.

Ganz anders dürfte sich dies in wirtschaftsschwachen Regionen bzw. Vereinen mit deutlich höherem Zuschaueranteil am Gesamtetat aussehen. Betrachtet man dann noch das ultrahysterische Vorgehen des bayrischen Mininsterpräsidenen Söder und die hohe Wahrscheinlichkeit mitunter gar keiner Zuschauer für die weiß-blauen Vereine, wird es zu einem reinen  ökonomischen Überlebenskampf in der DEL2 hinauslaufen. Wer Geldgeber beschaffen oder staatliche Zuschüsse abgreifen kann, der überlebt. wer nicht, wird über den Jordan gehen.

Wenn derzeit kolportiert wird, die DEL, also die erste Eishockeyprofiadresse, fordere 62 Millionen an staatlichen Zuschüssen, um den Spielbetrieb garantieren zu können, dann schwant einem Furchtbares. Im Ergebnis muss die Allgemeinheit durch unverhältnismäßige politische Eingriffe unrentabel gewordene Spielbetriebe noch durchfinanzieren. Damit refinanziert der Steuerzahler Probleme, welche die Politik der Allgemeinheit durch ihre Hysterie erst eingebrockt hat. Abermals zeigt sich hier der sich krebsgeschwürartig verbreitende sozialistische Irrsinn einer degenerierten bunten Republik.

Alkoholverbot: Erst der ‘Türke’, dann das Gesundheitsamt

Spaßbremse total. So gestaltete sich der Eishockeyabend gegen die Züricher Gäste. Viele der Zuschauer, die diese sportliche und organisatorische Zumutung über sich ergehen ließen, verließen ihre improvisierten Sitzplätzchen auf der Stehplatztribüne (!), die einzunehmen waren, bereits gegen Mitte des öden, stimmungslosen Spielchens. So kann man die Durchführung eines Eishockeyspiels gleich sein lassen und den Ligabetrieb einstellen! Wer will sich auf Sicht eine derartig perfide Friedhofsstimmung zumuten, bei dem allein der Stadionsprecher noch Eishockeystimmung verbreitete?

Um den Zynismus auf die Spitze zu treiben: Der Verfasser muss an dieser Stelle doch die Experten im Gesundheitsamt tadeln, denn gerade das Absingen von Chorälen sorgt für ein gigantisches Gefahrenpotential durch das Verbreiten von Aerololen bei der Stimmerhebung. WIR finden  es einfach unverantwortlich, dass die zuständigen Behörden es überhaupt zulassen konnten, dass ganz vereinzelt Fangesänge angestimmt wurden, ja sogar neun Falkentore ungestraft bejubelt werden durfen. Schließlich durfte man an seinem zugeteilten Platz angekommen sogar die ‘Alltagsmaske’ absetzen. Wenn das der linkssozialistische Gesundheitsexperte Karl Lauterbach wüsste….  Auch WIR halten dies für unverantwortlich: WIR fordern mit einem Augenzwinkern Maskenpflicht während des gesamten Aufenthaltes in der Sportstätte sowie ein generelles Sing- bzw. Jubelverbot! Allein das Atmen ist weiterhin gestattet. Ironie aus.

Den ultimativen Höhepunkt der Bevormundung stellt aber das verhängte vollständige Alkoholverbot während des gesamten Spiels da. Schon in der Vergangenheit wurde vom unsäglichen früheren Geschäftsführer Eren ein Verdikt für Hochprozentiges ausgesprochen. Bereits seinerzeit hat sich der Verfasser eine derartige Untersagung durch einen Kulturfremden verbeten und einen konstrutiven Gegenvorschlag gemacht.

Nun gab es nicht einmal mehr Bier, geschweige denn Wein – in einer Weingegend! Hier ergeht sich eine immer anmaßender werdende Verwaltung in einem unverantwortlichen Exzess nach dem anderen. Mit dem generellen Alkoholverbot wird allen Staatsbürgern faktisch ihre Mündigkeit abgesprochen. Die perfide Lalle: “Man muss die Ängst der Menschen ernst nehmen.”, schlägt hier in ihr ultimatives Gegenteil um: Man muss die bisher nur bedigt betreuten Untertanen nun völlig bevormunden! Da muss jedem vernünftigen Menschen der Kamm schwillen vor so viel Anmaßung von dilettierenden Politikern im Verbund mit sich aufspielenden Beamten, die unter den Vorzeichen der Pandemie hier starker Staat spielen können – aber auch ein Schaf, das sich einen Wolfspelz umhängt, bleibt ein Schaf.

Klagen, statt klaglos hinnehmen

Es ist den Vertretern des HEC sowie allen Kulturschaffenden dringend anzuraten, gegen derart unverhältnismäßige Auflagen zu klagen. Die Kooperation mit Behörden ist gewiss kein Fehler. Aber die Beamten sind für uns Bürger da. WIR  als Bürger sind keine willfährigen Befehlsempfänger von Staatsdienern, die von uns allen bezahlt werden. Wer wie der Corona-Staat derzeit vielen die Existenzgrundlage raubt, der muss mit Klagen und Schadensersatzforderungen eingedeckt werden.

Bei einem koordinierten Vorgehen würden wohl auch die bisher Unbehrbaren in den Rathäusern und Amtsstuben zum Einlenken gebracht. Es schläft sich bekanntlich schlecht, wenn man sich einer Flut von Klagen verbunden mit Schadensersatzforderungen gegenübersieht.

Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, der hat schon verloren. Das gilt im Eishockey wie in der Rechtspraxis.

WIR raten dem HEC dringend: Wer sein Recht nicht wahrnimmt, gibt es preis! Das vorliegende Konzept ist indiskutabel!



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