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Roter Putsch durch Menold-Getreue führt zur Spaltung des FC Union

Der Oekonom 20.02.2016 1 Teilen

Totale Machtübernahme von Union Böckingen zerstört alles, was vom VfR Heilbronn übrig blieb

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Es war eine hinterlistige, absolut linke Aktion, was die Querulantentruppe um Werner Menold bei der Jahreshauptversammlung des FC Union Heilbronn am 19. Februar 2016 abzog.

Einen Schuldenberg von rund 70.000 Euro hatte er selbst von ihm unbestritten als verantwortlicher geschäftsführender Vorstand wegen Managementfehlern und seines ökonomischen Dilettantismus oder zumindest gefährlichen Halbwissens hinterlassen. Ein versierter Insolvenzverwalter musste im Juli 2015 hinzugezogen werden, um die Insolvenz des FCU zu vermeiden und das Vertrauen der Kredit gewährenden Volksbank wieder zu gewinnen. Mit einem Finanz-Kompetenzteam gelang es, den Verein am Leben zu erhalten und finanziell zu stabilisieren. Eine objektiv gute Sanierungsleistung der Truppe, die Gerd Kempf um sich geschart hatte. Eigentlich hätte ihm, dem 70-jährigen ehemaligen HSt-Redakteur, die Mitgliederhauptversammlung größte Dankbarkeit entgegenbringen müssen, so müsste man meinen.

Denkste, sagte sich der im Unfrieden zurückgetretene Werner Menold und mobilisierte alle seine getreuen Unionisten – mehrheitlich eine Ü-80-Zombie-Truppe. Vor diesem realitätsresistenten Stimmvieh stellte er die von ihm mehrheitlich zu verantwortende desaströse finanzielle Situation so dar, dass er zwar Fehler gemacht habe, dass es ohne ihn aber noch viel schlimmer um den FCU bestellt wäre. Mit plumpen, ökonomisch in keiner Weise fundierten Worthülsen gelang es ihm aber in keiner Weise, sein Versagen zu relativieren. Ausgestattet mit dem Charisma eines drittklassigen Staubsaugervertreters stammelte er akustisch unverständliche Phrasen und konnte dennoch die von ihm angeheuerten Union-Böckingen-Claqueure zum Applaus animieren, die aber wohl genauso geklatscht hätten, wenn man ihnen beheizte Steppdecken zum Sonderpreis angeboten hätte.

Der zaghafte Beifall beim Rechenschaftsbericht des amtierenden 1. Vorsitzenden sollte bereits einen wichtigen Fingerzeig für den weiteren Verlauf einer denkwürdigen Jahreshauptversammlung geben, denn bereits der deutlich größere Applaus beim biederen Gestammel des Union-Putschisten Werner Menold spiegelte die keineswegs repräsentativen Mehrheitsverhältnisse an diesem Tag wieder.

Nachdem die (Wieder-)Wahl nach der Vorstellung der Vorstandskandidaten lt. Tagesordnung nach einer Formsache aussah, eskalierte eine bis dahin bereits turbulente Jahreshauptversammlung vollends.

Horst Joppien, Vorsitzender des FV 09 Union Böckingen, erwies sich als perfider roter Heckenschütze. Zunächst erhob der Vorsitzende des Vereins zeternd das Wort. Der Vorsitzende des Vereins also, der nicht als Ganzes mit dem FC Heilbronn als Nachfolger des großen VfR Heilbronn fusionierte, sondern nur mit seiner Fußballabteilung. Der FV 09 Union Böckingen sei im neuen Vorschlag zur Vorstandsbesetzung unterrepräsentiert, es müssten vielmehr drei Unionisten und drei Schwarz-Weiße im Vorstand sein, beklagte er. Als danach der Vorschlag zur neuen Vorstandsbesetzung zur Abstimmung stand, beantragten die Union-Putschisten um die Joppien/Menold-Truppe geheime Wahl, insbesondere zur Wahl des ersten Vorsitzenden – im Wissen darum, dass ob der Mehrheitsverhältnisse an diesem Tag die VfR-Anhängerschaft stark unterrepräsentiert und daher wohl überstimmbar war.

Und so kam es auch. Als Alleinkandidat versagten die mehrheitlich anwesenden roten Putschisten Gerd Kempf trotz seiner herausragenden Verdienste bei der Sanierung des insbesondere wegen Menold finanziell vor dem Kollaps gestandenen Vereins die Gefolgschaft. Nur 38 der Anwesenden stimmten für den Amtsinhaber bei 54 Gegenstimmen aus dem Lager der Rot-Putschisten und 14 Enthaltungen.

Danach wurde wie von Seiten der Union Böckingen geplant Werner Menold als neuer 1. Vorsitzender vorgeschlagen und mit den Stimmen der Menold-Claqueure auch mit 53 Ja-Stimmen knapp gewählt. Anschließend zeigten die Union-Leute, wie wenig ihnen an der Einheit des Vereins liegt, schlug doch nun Werner Menold nur seine Union-Leute für die restlichen vakanten Vorstandsposten vor, die dann auch alle mit recht deutlicher Mehrheit nach Resignation der VfR-Anhängerschaft gewählt wurden.

Damit brachte die Union-Putschisten-Clique die totale Machtübernahme unter Dach und Fach und hatten in ihrer Kleinkariertheit dafür gesorgt, dass das Fußballherz der großen VfR-Heilbronn, dem gegenüber die Union aus Böckingen immer nur ein Schattendasein als zweit- bis drittklassiger Stadtteilverein geführt hatte, mit diesem Moment aufgehört hatte zu schlagen.

Um die Perfidie der Union-Böckingen-Clique zu verdeutlichen, sei es im Wissen um die NS-Diktion des Begriffs ganz bewusst so gesagt: was den Roten auf dem Spielfeld nie gelang, was im Fußball wegen ihrer Unbedeutendheit und Provinzialität nie möglich gewesen wäre, ist nun den Union-Putschisten bei der Jahreshauptversammlung des Pseudo-Fusion-Vereins FC Union Heilbronn gelungen: der Endsieg des minderbemittelten FV 09 Union Böckingen gegen den VfR Heilbronn in Gestalt seines Nachfolgevereins FC Heilbronn.

Was dann zum Ausklang der Jahreshauptversammlung folgte, war genauso bezeichnend wie anmaßend seitens der FV 09 Union Böckingen. Klemens Schaika, eine Figur, die man nicht als Union-Urgestein, sondern wegen seiner kleinkarierten Privatkriege mit einzelnen Mitgliedern der Heilbronner Jungs vielmehr als Union-Stoffwechselendprodukt bezeichnen muss, stimmte das Vereins-Lied der Union (!) an. Auf den dazu ausgelegten Liedtexten war die Textzeile „Union-Fahnen“ nur notdürftig und sichtbar mit FC-Fahnen überschrieben – und die Zombie-Fraktion der Rotputschisten sang lauthals mit. Damit wird Schaika zu so etwas wie dem Gesicht der Spalter und Zerstörer des angeblich neuen Vereins: ein grenzdebiler abgehalfterter ehemaliger Staatsschutz-“Bulle“ und Dackelbesitzer zerstört in seiner Engstirnigkeit und Provinzialität ein großes Projekt.

Werner Menold und die mit ihm putschenden Unionisten haben dem Pseudo-Fusionsverein einen Bärendienst mit Ihrem Vorgehen auf der Jahreshauptversammlung erwiesen, Wir als „Heilbronner Jungs“ werden der Menold-Clique und allen Unionisten die Gefolgschaft verweigern. Das Vorgehen der Roten sehen wir als Kriegserklärung an den VfR Heilbronn und eine Besudelung seiner großen Tradition an – an den der biedere Böckinger Stadtteilclub nie herankommen wird.

Wenn man betrachtet, dass die Menold-Union ohnehin nur in der achten Liga spielt, so muss man nach dieser anmaßenden Handlungsweise der Union-Anhängerschaft ernsthaft darüber nachdenken, den VfR Heilbronn neu zu gründen – schließlich sind nur zwei Aufstiege aus der Kreisliga B in die Bezirksliga erforderlich, um sich bei den nun als Widersachern zu bezeichnenden Unionisten am See wieder zu sehen – die Gegnerschaft von uns Schwarz-Weißen gegenüber den Roten ist nach dem Werner-Menold-Egotrip jedenfalls größer als je zuvor.



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