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WIR lassen uns das Saufen nicht von den Spießern in Nadelstreifen aus der DEL2-Vorstandsclique verbieten!

Am Pranger im Monat Oktober 2018: Attila Eren und die “Heilbronner Falken GmbH”

Schoppen-Fidde 26.10.2018 0 Teilen

Kein Alkohol ist auch keine Lösung (Bildquelle: Petra Bork / pixelio.de)

Grenzdebiles Spirituosen-Verbot in der drögen Kolbenschmidt-Arena auf Geheiß der DEL2

Es kam wie eine Art Aprilscherz daher. Mit “Falken-Fans aufgepasst” wurde eine Mitteilung der Heilbronner Falken GmbH verbreitet, in der auf den künftigen Verzicht für den Verkauf von Spirituosen hingewiesen wurde. Begründet wurde dies mit der kruden These, Alkohol sei zentrales Element von Gewalt und Rechtsverstößen in Sportstadien. Man könne, so die Argumentation für das “Hartgas”-Verdikt, froh sein, so heißt es in der platten Mitteilung in bestem Lieschen-Müller-Deutsch, dass man bei “Risikospielen” kein generelles Alkoholverbot ausspreche.

Das Zentralkomitee der Heilbronner Falken gibt bekannt: Ab heute ist übermäßiger Alkoholkonsum verboten!

 

Kommunikationsstil im Stile der SED: Sinnhaftigkeit gleichgültig, Hauptsache untersagt

So weit, so schlecht. Vor allem wurde es wieder einmal nicht zuvor mit den Anhängern kommuniziert. Die Fans, die den Sport ausmachen und am Leben erhalten. Aus Fankreisen wird zur Verteidigung der Maßnahme der Heilbronner Falken GmbH unter seines Geschäftsführers Attila Eren angeführt, dies sei in der DEL2 generell üblich und Heilbronn hätte mit seinem Spirituosenverkauf im Stadion ohnehin mittlerweile ein Alleinstellungsmerkmal. Auf Druck schließlich ebendieser DEL2-Funktionärsclique ohne Bodenhaftung sei zuletzt die Forderung nach einem Verbot des Spirituosenverkaufs eingeführt worden. Das Fass zum Überlaufen hätten zuletzt Becherwürfe beim letzten Heimspiel gegen die verhassten Gäste aus Bietigheim-Nord. Geldstrafen bei Wiederholung solcher Vorfälle wurden kolportiert. Nach Informationen der WIR-Redaktion wurde sogar Stadionverbote ausgesprochen. Zum einen wegen eines Becherwurfs, zum anderen, weil ein Anhänger den Arm zum “Faschingsgruß” gehoben haben soll. Wie dem auch sei. WIR meinen: Wieder einmal werden Kollektivstrafen ausgesprochen. Als ob man mit dem Verbot von “Hartgas” ernstlich Becherwürfe nachhaltig reduzieren könnte, wenn die Kneipe um die Ecke Jägermeister&Co bis zum Umfallen ausschenkt und man fußläufig bestens vorglühen kann. Schließlch stellt sich die Frage, ob man sich nicht auch mit Bier ordentlich “zurichten” kann- selbst ohne Vorglühen. Es war zudem schon immer so, dass es dem Wirt bzw. seinen Mitarbeitern obliegt, exzessiven Alkoholkonsum zu unterbinden und ggfs. gar keine weiteren alkoholischen Getränke an bestimmte, offensichtlich stark alkoholisierte Personen auszuschenken. Nun also das generelle, undifferenzierte Verbot – genauso hirnrissig wie das völlig wirkungslose Alkoholverkaufsverbot nach 22 Uhr, das u.a. auch Politirrläufer in Baden-Württemberg einführten. Letzteres wurde übrigens mittlerweile wieder infolge Wirkungslosigkeit und rechtlicher Probleme eingedampft.

WIR regen als Kompromiss an: Der Verkauf von Spirituosen erfolgt im Stadion erst nach Spielende. Es ist ein Unding, dass sich Erwachsene nach einem nervenaufreibenden Spiel nicht noch im gemütlichen Kreis in der Stadiongaststätte einen “Kurzen” genehmigen können, weil realitätsresistente Funktionäre glauben, gestandene Männer und Frauen noch erziehen zu müssen.

DEL2 aufgemerkt: Alkohol- und Drogenmissbrauch sowie die allgemeine Verrohung und Gewaltaffinität sind ein gesamtgesellschaftliches Problem, das sich nicht mit allenfalls symbolisch wirkenden Verboten beheben lässt. Hier kommt es lediglich zur Verlagerung der Probleme an andere Orte….

Bestens integrierter Geschäftsführer mit türkischen Wurzeln: Willkommen in der “Weicheirepublik Deutschland”

Die Maßnahme passt ins Bild einer vermeintlichen Funktionselite, die ihren eigenen Bürgern bzw. hier: Fans nicht mehr traut und auf Verbote setzt. Der Samtpfoten-Sozialismus schreitet auch hier voran und verwirklicht sich in der real existierenden “Weicheirepublik Deutschland”. Hier reiht sich leider auch die Heilbronner Falken GmbH ein, für dessen Entscheidungen sich Attila Eren als Geschäftsführer wesentlich verantwortlich zeichnet. Keine Kommunikation, keine differenzierten Entscheidungen. Das uns zugetragene Argument der Verantwortlichen, man sei auf die Einnahmen aus Spirituosen nicht angewiesen, können WIR nicht ernst nehmen.

WIR wollen daher einmal Spöttern ein Podium bieten: WIR kennen Attila Eren als erfolgreichen Geschäftsmann und kaufmännisch versiertes Vertretungsorgan der Heilbronner Falken GmbH. WIR gehen weiterhin davon aus, dass Attila Eren ein Anhänger der aufgeklärten laizistischen Türkei ist. Hier haben uns Spitzzungen auf einen interessanten historischen Widerspruch aufmerksam gemacht: Während der Türkenvater Kemal Atatürk dem Alkohol wohl sogar zu sehr zugeprochen zu haben scheint wie uns dies die Annalen berichten, hat ausgerechnet ein aus Österreich stammender Politiker der 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts sich in fast vollständiger Alkoholabstinenz geübt. Das Ergebnis seiner Politik für Deutschland war verheerend.

WIR bitten daher Attila Eren und die Heilbronner Falken GmbH mit einem Augenzwinkern: Bitte wendet Euch wieder dem Lebens- und Trinkstil des “Türkenvaters” zu.

#HEC Pranger

# Eren Pranger



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