WIR Heilbronn

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Desolate Vorstellung beim ersten Heimspiel gegen den ETC Crimmitschau am 17.09.2017

Zum Punktspielauftakt: ‘Pussy-Eishockey’ der Heilbronner Falken – Korrektur!

Der Oekonom 18.09.2017 0 Teilen

Maue Zuschauerzahlen – katastrophale spielerische Leistung

Man kann es dem schönen Herbstwetter mit den vielleicht letzten intensiven Sonnenstrahlen des Jahres 2017, vielleicht auch den letzten Ausläufern der Ferienzeit zuschreiben, unter Umständen nach dem miserablen Auswärtsauftritt in Bad Nauheim aber bereits jetzt wieder dem Desinteresse am fruchtlosen Treiben der Falken. Fakt ist aber: Nach Angaben der ortsansässigen HSt fanden sich am 17.09.2017 ganze 1347 Zuschauer ein. Zum Punktspielauftakt!

Herber Rückschlag bereits nach 64 Sekunden

Spielbeginn. Viel vorgenommen. Gegner sofort in Unterzahl. Die Rahmenbedingungen waren gut für die Falken. Aber bereits nach 64 Sekunden klingelte es im eigenen Kasten. Nach einem Überzahlspiel, das diese Bezeichnung nicht verdient hat. Verunsicherte Heilbronner Kufenflitzer brachten danach nicht viel zustande. Ein abgefäschter Distanzsschuss von Kurz schlug zum 1 : 1 Ausgleich in der 16. Minute ein. Es sollte das letzte Mal sein, in dem die Falken in der Nähe eines Punktgewinnes waren. Zur Unzeit schluckten die Falken in Unterzahl 16 Sekunden vor Drittelende das 1 : 2. Kurze Zeit vor diesem Rückstand eine eigene 5 : 3 Überzahl des HEC. Ausführung: Marke Slapstick. Kein DEL2-Niveau!

Ab dem zweiten Drittel ging’s endgültig dahin: Körperlos!

Geschossen wurde von Seiten der Falken recht viel. 16 : 6 Torschüsse im ersten Drittel! Wenig Ertrag bei einem einzigen eigenen Treffer. Ganz offensichtlich haten die Heilbronner Kufenflitzer aber an diesem Tag die fundamentalen Tugenden der Sportart vergessen, mit der sie ihr Geld verdienen. Ohne bedingungslosen Körpereinsatz, ohne knallharte Checks wird es in einer ausgeglichenen DEL2  auch in der Spielzeit 2017/2018 nichts zu holen geben. Ein düsterer Hinweis sei erlaubt: Beide Gegner des ersten Wochenendes waren in der letzten Saison Playdown-Teilnehmer. Das kann ja heiter werden….

Auf das 1 : 3 von Schlenker ließ man von Seiten der Heilbronner zwar den Anschlusstreffer folgen, doch zu Ende des zweiten Drittels ergaben sich die an diesem Tage gänzlich indisponierten Kufencracks ihrem Schicksal. Nach zwischenzeitlichem 2 : 5 ging es mit 3 : 5 in die Drittelpause. An eine Wende zugunsten der Falken glaubten hier nur noch die größten Optimisten. Zu miserabel war das Puckgeschubse der Falken an diesem Tag. Für die Zuschauer eine Zumutung. Zum Glück hatte es alkoholische Getränke und leckere gebratene Speisen im Angebot – Höhepunkte an einem Sonntag des spielerischen und kämpferischen Offenbarungseides der Heilbronner Falken.

Dissonanzen auch außerhalb der Eisfläche

Auch abseits des Spielgeschehens gab es Ärgerliches. So wurde einem trommelden jungen Eishockey-Anhänger nach Hinweis der Polizei durch den Ordnungsdienst des HEC auferlegt, er möge ein weltanschaulich bzw. religiös nicht neutrales T-Hemd mit einem anderen Kleidungsstück bedecken. Hier stellen sich mehrere Fragen: Warum übernimmt im vorliegenden Fall die Polizei Aufgaben eines politischen Korrektors? Dem Ordnungsdienst war es offensichtlich ‘bums’, was auf dem T-Hemd stand. Ist es nicht Aufgabe der Polizei, weltanschaulich und religiös neutral zu sein? Wenn ja – was außer Zweifel steht, dann sehen WIR im Hinweis an den Ordnungsdienst auf einen Verstoß gegen den Neutralitätskodex des HEC eine Kompetenzüberschreitung der anwesenden SKB’s (Szenekundige Beamte; Nicht: fankundige Beamten(FKB’s))! Zudem stellt sich uns die Frage, ob die Landespolizei (Nicht: Bundespolizei!) nichts Sinnvolleres zu tun hat, als bei jedem Eishockey-Spiel anwesend zu sein! Anstatt unbescholtene deutsche Staatsbürger zu maßregeln und zu überwachen, sehen WIR wichtigere Aufgaben der Landespolizei in der Gewährleistung der inneren Sicherheit, welche durch Eishockeyfans bestimmt nicht gefährdet ist. Zudem ist ja der Ordnungsdienst im jeweils gastgebenden Stadion massiv zugegegen! Wenn dann die selbsternannten szenekundigen Beamten (Nicht: fankundigen Beamten) den politischen Raum auf Unerwünschtes hin vorsondieren und beim Eishockey nahezu durchgehend durch Beschäftigungslosigkeit glänzen, muss man sich nicht wundern, wenn einige Fans hinter vorgehaltener einen unifomierten Staatsdiener als aufgeblasenen Popanz in Uniform bezeichnen.

(Hinweis: Dieser Absatz musste überarbeitet werden. WIR entschuldigen uns ausdrücklich bei der Bundespolizei, welche für die Spielüberwachung in Stadien unzuständig ist und vornehmlich die Reisendenbegleitung zur Aufgabe hat. In gleicher Weise entschuldigen WIR uns bei allen FKB’s, welche sich durch den o.a. Passus auf den Schlips getreten fühlten. Künftig werden WIR im Vorfeld sorgfältiger recherchieren.)

So spielt man das Stadion leer

Im letzten Drittel wurde die Leistung der Falken keinen Deut besser. Das Spiel plätscherte nahezu ereignislos dahin. Höhepunkt waren die “Spitzenreiter”-Rufe der mitgereisten ETC-Anhänger. Von Aufbäumen auf Seiten der Falken keine Spur. Der endgültige K.o. folgte in der 50. Spielminute durch Kranjk in Unterzahl. Kleine Kuriosität am Rande: Das Spiel endete so chaotisch wie es begann: mit einem technischen Tor der Gäste zum letztendlich ohnehin bedeutungslosen 4 : 7 Endstand.

Fazit: Mit so einer Leistung vermiesen einem die hochgelobten Spieler in Reihen der Heilbronner Falken mit unterirdischen Leistungen abermals die Eishockey-Saison. Es muss sich absolut alles ändern, sonst erleben die leidensfähigen HEC-Anhänger nach vier miesen Jahren die nächste Katastrophensaison.



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