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In Michelau ist die Welt nicht mehr in Ordnung

Der Oekonom 09.03.2016 0 Teilen

Nachbetrachtungen zum hessischen Kommunalwahlkampf

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(Bildquelle: Tim Rieckmann /pixelio.de)

Sensationserfolg der NPD in Büdingen

Der braune Balken in Michelau, einem Stadtteil von Büdingen im hessischen Wetteraukreis, will kein Ende nehmen. 31,8% leuchten für die rechtsgerichtete Partei beim Trend zur Abgeordnetenwahl 2016 am 05. März 2016 am Ende auf – damit stärkste Partei und mehr als CDU und die frühere Volkspartei SPD, die jeweils unter 30% blieben. Wahnsinn.

Bereits im Vorfeld war zu erwarten, dass die Nationaldemokraten ein gutes Ergebnis erzielen werden, hatte doch der führende NPD-Aktivist vor Ort, Daniel Lachmann, bereits bei der letzten Bürgermeisterwahl im September 2015 beachtliche 8,5% erzielt.

„Wir haben in der Vergangenheit eine gute Informationspolitik gemacht“, beklagt sich der Büdinger Bürgermeister Erich Spamer von der Freien Wählergemeinschaft. Auf die Idee, dass kaum einer Flüchtlinge in seiner Nachbarschaft haben will – und schon gar nicht wie in Büdingen ein Erstaufnahmelager, darauf kommt der biedere liberale Flüchtlingsunterstützer nicht.

AfD als neue dritte Kraft

Neben einem guten und materialintensiven Wahlkampf von Daniel Lachmann, Landesgeschäftsführer und stellvertretener Landesvorsitzender der NPD Hessens, ist das ausgezeichnete Abscheiden der Nationaldemokraten auch der Tatsache geschuldet, dass die AfD in Büdingen-Stadt nicht antrat.

Mögen auch die Nationaldemokraten nicht gerade moderat und leisetreterisch daherkommen – die Wähler wollten zeigen, dass sie von der von Merkel geduldeten Invasionspolitik von zumeist Wohlstandsflüchtlingen auf Deutschland die Schnauze voll haben. Und das ist gut so.

Neben dieser NPD-Sensation ist aber besonders das durchweg gute bis sehr gute Abschneiden der AfD mit fast durchweg zweistelligen Werten in den Großstädten Hessens hervorzuheben.

Es bleibt zu hoffen, dass sich noch nicht gefestigte potentielle AfD-Wähler nicht von der nun mit großer Wahrscheinlichkeit einsetzenden Hetze in der letzten Wochen vor dem Superwahltag von ihrer Stimmabgabe für die neue liberale rechtsgerichtete Partei abbringen lassen und dass der Hessische Kommunalwahlkampft nur ein laues Lüftchen im Vergleich zum politischen Erdbeben vom 13. März sein wird. Zunächst muss die AfD parteipolitisch die neue dritte Kraft werden.

Wenn Wahlen etwas ändern würden…..

Allein – Landtagswahlerfolge sind gänzlich unbedeutend – bis auf die Tatsache, dass manch ein Multikulti-Politiker an anderer Stelle seine korrupte Politik fortsetzen muss – weswegen auch jeder NPD-Mandatar ein Segen ist.

Der durchschnittliche – und zudem aussterbende – Zeitungleser verweilt nur wenige Sekunden auf dem Landesteil einer Tageszeitung. Der Bundestag ist die Bastion, die gegen die vereinte Macht der Überfremdungsparteien einzunehmen ist.

Und: Allein die parlamentrische Arbeit gebiert nicht die Grundlage zur nationalen Re-Evolution, die mehr denn je nötig ist, um Deutschlands Zukunft wieder zu gewährleisten.

Es ist entsprechend der Theorie des linkssozialistischen Denkers Antonio Gramsci die kulturelle Hegemonie, welche die Grundlage für die politische Hegemonie darstellt. Auf allen gesellschaftlichen Ebenen und in allen gesellschaftlichen Bereichen muss energisch auf eine fundamentale Änderung des Status Quo hingearbeitet werden.

Insofern ist es mehr denn je nötig, dass außerparlamentarische und parlamentarische Kräfte Hand in Hand auf ein Ziel hinarbeiten: ein neues Deutschland, das die Überwindung des bisherigen dekadenten, schwachen und multikulturellen Hipie-Staates Deutschland a la Merkel voraussetzt: eine Abwicklung der Weicheirepublik Deutschland und damit die Grundlage für eine neue Republik unter den Prinzipien: Leistung, Disziplin, Ordnung.



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