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Eine kritische Betrachtung des Sozialismus aus nationaler Sicht

Wie ticken die Linken?

Der Virologe 06.05.2021 Teilen

Der Sozialismus als perfide Seuche der nationalen Idee? (Bildmontage: WIR)

Was bedeutet „Sozialismus?

„Sozialismus“, das bedeutete ursprünglich allgemein jede Idee der Gemeinschaftsordnung. Der deutsche Soziologe Werner SOMBART beschrieb 1934 ein Dutzend verschiedener Sozialismen, darunter den „Deutschen Sozialismus“; die marxistische Variante schien dabei nur auf als eine besondere, abstruse Abart. Der Sozialismus ist als die Gesellschaftsordnung definiert, in der jedem der gerechte Lohn für die geleistete Arbeit zusteht, und keiner ausgebeutet wird.

In der Ära der industriellen Revolution war es Usus, daß ein reicher Mensch ein Unternehmen gründet. Er bezahlt die Arbeitenden möglichst schlecht und steigert damit seinen Reichtum; der Arbeiter versinkt in Armut und Elend. Das war der historische (Manchester)-Kapitalismus. Durch die arbeiterfreundliche Sozialgesetzgebung von Bismarck wurde im Deutschen Reich die Ausbeutung sehr stark eingedämmt. Die Beiträge zur sozialen Sicherheit des Arbeiters erregten die Bewunderung der ganzen Welt. Seine Visionen von einem vaterländischen „Staatssozialismus“ scheiterten im Parlament an den Parteien der Besitzenden. Bismarck ist damit der eigentliche Begründer der „Sozialen Marktwirtschaft“. In den 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts wurde die Arbeit Bismarcks weitergeführt.

1944 begann dann ein Ministerium, wirtschaftliche Pläne für die Nachkriegszeit zu entwerfen, federführend LUDWIG ERHARD. Nach dem Ende der Mordperiode des „Nachkriegs“ wurde ihm gestattet, die Wirtschaft wieder auf die Beine zu stellen. Er schloß direkt dort an, wo das Dritte Reich hatte aufhören müssen. Keiner im deutschen Volk wollte damals die Rückkehr des Ausbeuter-Kapitalismus, zu segensreich war die Sozialpolitik zugunsten der Arbeitenden in Erinnerung geblieben. Das sah die SPD zu dieser frühen Zeit genauso. Ahlener Programm 1947: „Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist den sozialen Lebensinteressen des deutschen Volkes nicht gerecht geworden. Ziel der sozialen und wirtschaftlichen Neuordnung kann nicht das kapitalistische Macht- und Gewinnstreben sein, sondern nur das Wohlergehen des deutschen Volkes!“

Zu diesem Thema: “Die nationale Idee und der Sozialismus

Wer ist denn eigentlich heute ein „Linker“?

Die Antifa’s sind es sicher nicht, das sind nur die bezahlten Prügel-Milizen der Merkel-Junta. Die Truppe entspricht den „gesellschaftlichen Kräften“ in der DDR. Sie wird durch den Merkel-Staat gefördert, durch Millionen aus dem Steuertopf für linkslinke und linksgrüne Gruppierungen.
Die Antifa vertritt keinerlei Ideen, keine Ideologie: Antifa sind nicht „links“! Sie sind nichts weiter als gewalttätige, im Grunde unpolitische Polit-Hooligans, die linke Parolen skandieren. Sie behaupten, die Idee der „Revolution“ berechtige sie zu jeder Gewalttat.
Man kann überhaupt daran zweifeln, daß so etwas wie „rechts“ und „links“ heute noch die politische Wirklichkeit beschreibt. Natürlich hat das System Nutzen davon, wenn sich „Linke“ und „Rechte“ bekriegen: “Teile und herrsche“. Die Begriffe sind aber sinnentleert, es läßt sich kaum mehr bestimmen, was sie bedeuten sollen. Es gibt wohl nur nachdenkliche Bürger und solche, die von ihrem Denkvermögen weniger Gebrauch machen.

„Das historische Recht der ewigen Linken“

Ursprünglich hatte die Linke aber tatsächlich ein wohlfundiertes und lange überliefertes, ein ernstzunehmendes Programm.
Der (linke) Sozialismus will das Problem lösen, daß eine Gruppe von Menschen die Macht gewinnt, eine andere zu zwingen, die Arbeit für sie zu erledigen. Dabei gehen die Werte, die durch die Arbeit geschaffen werden, in das Eigentum des Mächtigen über, er bereichert sich. Etwa: Knechte pflanzen und ernten mühsam Kartoffeln, die Herren verspeisen sie. Dieses Grundproblem begleitet den Menschen schon seit der Steinzeit und heute ist dieses Verhältnis geradezu zur Grundlage der Politik geworden.
Der Zwang zur Arbeit für die Herren führt verständlicherweise zu Widerstand; von alters her haben sich die Menschen gegen diese Zumutungen gewehrt. In der Antike waren Sklavenaufstände die Folge. Die Bauernkriege und in der Neuzeit etwa die Französische Revolution waren Ausdruck des gleichen Aufbegehrens.
Dieser Widerstand ist ganz offensichtlich gerechtfertigt. Der nachdenkliche Linke NOLTE spricht vom „Historischen Recht der Ewigen Linken“. Der Sozialismus fordert also, daß im Volk keiner unter Zwang und Täuschung ausgebeutet wird und die erarbeiteten Werte dann der Bereicherung irgendwelcher Herren dienen. Jedem sollen die Früchte seiner Arbeit selbst zufließen, das ist das Prinzip der gerechten Leistungsgesellschaft. Der wahre Sozialismus (nicht etwa der Marxismus!) sichert jedem Menschen im Volk Teilhabe an den lebensnotwendigen knappen Gütern.

Die Rückkehr der Ausbeutung

Leider ist mittlerweile eine andere, viel gravierendere Form der Ausbeutung etabliert, sie ist Teil des heute herrschenden Systems. Dieser heimtückische Mechanismus bildete sich historisch als Folge der Entwicklung des British Empire. Jahrhundertelang wurden ganze Völker brutal beraubt, es entstanden gigantische Vermögen in der Hand Privilegierter. Der Nutznießer war jedoch nicht der englische Landarbeiter oder der Kumpel aus Wales. Die Riesengewinne schöpften die Handelsgesellschaften ab, die „companies“. Sie kontrollierten den Handel und zunehmend den Staat Großbritannien; so häuften sie einen märchenhaften Reichtum an. Als um 1900 absehbar wurde, daß die Ausdehnung des Empires sich nicht auf Dauer fortsetzen lassen würde, transferierten die Eigentümer, Manager und Banker der „companies“ ihr Vermögen nach den USA und legten es dort an. Es handelte sich um eine gigantische Geldwäsche.

Diese kleine Clique von Reichgewordenen schuf sich nun Instrumente zur weiteren Bereicherung, für weiteren Machtzuwachs und zur weltweiten Ausdehnung ihres Wirkens. Ihre Wirtschaftsideologie ist der Neoliberalismus, den BARNETT detailliert beschreibt („The Pentagons New Map“), ihr weltweiter Anspruch manifestiert sich in Begriff und Programm des Globalismus.

Erste Stationen waren 1913 die FED-Gründung als Syndikat profitorientierter Privatbanken, dann die Weltwirtschaftskrise, die Weltkriege, Bretton Woods, Einführung des Petro-Dollars. Die Gründungen von Weltbank, WHO, BIZ, UNO, NATO, EU, erlauben heute die Ausdehnung der Ausbeutung weltweit. Eine winzige, aber übermächtige Gruppe von Superreichen betreibt den weiteren Transfer des erarbeiteten Wohlstands der Völker und der Arbeitenden. (Oligarchen, „die 300“). Durch eine Reihe von Instrumenten werden die Werte, die der Arbeitende erschafft, über die Zwischenstationen Konzerne und Banken an die Oligarchen geleitet.

Mittlerweile verfügen 8 einzelne Menschen auf dieser Welt über mehr Vermögen als die gesamte ärmere Hälfte der Weltbevölkerung, und in der BRD herrscht ein ähnliches Ungleichgewichtl. Bereits im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg wurde als Pervertierung von Demokratie (Volksherrschaft, Selbstherrschaft) die „repräsentative Demokratie“ als Mittel gefunden, Ausbeutung zuzulassen, aber das Volk durch Brot und Spiele ruhig zu halten. Hilfreich dazu ist auch ein Betrugsvokabular, etwa das Gerede vom „Liberalismus“ und vom „freien Markt“. Dabei geht es ja gerade um die Verzerrung des Marktes zugunsten der großen Privatvermögen und der Kräfte des Globalismus, etwa durch die „Freihandels“-Abkommen. Sehr plausibel dargestellt finden sich diese Zusammenhänge aus „linker“, aber objektiver Sicht im Beitrag von Ernst Wolff in dem Sammelband „Fassadendemokratie“, Promedia, Wien, 2018. Und in M. BIRTHELM, „Komm heim!“, S. 357 – 371 https://totoweise.files.wordpress.com/2011/07/birthelmmichael-kommheiminsreich.pdf .

Die Fehler linker Ideologie

Allerdings machte die historische Linke stets zwei grundlegende Fehler.
Erstens fehlte zumeist eine Vision für eine gerechte Sozialordnung nach einer Revolution. Die bisher Unterdrückten sind nach der Umkehrung der Herrschaftsverhältnisse die Herren, die bisherigen Herren müssen nun die Last der Arbeit für andere tragen. Eigentlich hat sich nichts verändert, nur die Rollen sind getauscht.
Besonders deutlich wird diese Sinnwidrigkeit im Marxismus. Er fordert die Diktatur der Lohnempfänger als „Erziehungsdiktatur“. Die Beherrschten würden die erzwungene, angeblich soziale Verhaltensweise in ihr Genprogramm aufnehmen und erst damit werde (nach evolutionären Zeiträumen!) die Diktatur entbehrlich. Die Aussicht auf „ewigen sozialen Frieden“ in der nunmehr „klassenlosen Gesellschaft“ und das „Absterben jeder Herrschaft“ erweisen sich als unrealisierbar, als spekulative Utopie für die Zeit nach Zehntausenden von Jahren. Jeder Gymnasiast im Bio-Leistungskurs lernt, daß erworbene Eigenschaften nicht vererbt werden können. Diese frühe Annahme des Gelehrten Lamarck wurde schon von Darwin widerlegt.

Zweitens beschränkte sich die Linke in ihrer mehrtausendjährigen Geschichte stets bloß auf ökonomische Zusammenhänge und auf die Herrschaftsformen, die die Ausbeutung ermöglicht haben. Und das ist der eigentlich gravierende Fehler, denn wer bloß ökonomisch argumentiert, läßt die wesentliche Bedingung des Menschseins außer Acht. Der Mensch unterscheidet sich von allen anderen Wesen durch die Fähigkeit, sich Begriffe und Vorstellungen bewußt zu machen, zu planen, zu denken und Gedankenfolgen zu entwickeln: Seine essentielle Eigenschaft, das eigentliche Humanum, ist die Geistigkeit; Verstand, Vernunft, der Geist des Menschen, Kulturfähigkeit.
Brecht hat zwar recht: „Erst kommt das Fressen (Sozialismus), dann ‚die Moral‘, also Geistigkeit und Kultur. Aber die Linke läßt den Geist außer Acht! Sie begnügen sich mit dem „Fressen“.

Verbindung von Bekenntnis zum Volk mit gerechter Gemeinschaftsordnung

Der Geist des Menschen schafft Werke, die Kultur. Kultur ist aber eine Gemeinschaftsveranstaltung, einer alleine kann keine Kultur schaffen oder bewahren. Die alleine kulturschaffende Gemeinschaft ist das Volk, es ist der alleinige Träger der Kultur. Zudem gründet man ja mit demjenigen Partner eine Familie, mit dem man sich versteht, auch rein sprachlich versteht, und den man auch gut treffen kann. Schon deshalb ist das Volk Kulturgemeinschaft und zugleich Siedlungsgemeinschaft, Herkunfts- und Schicksalsgemeinschaft.
Diese Begriffe sind auch Gegenstand des Grundgesetzes der BRD: Sein überwölbendes Prinzip ist die Bewahrung der Menschenwürde, also der essentiellen Eigenschaft, durch den sich jeder auszeichnet, der Menschenantlitz trägt: des menschlichen Geistes. Eine im Sinne des Grundgesetzes richtige Sozialordnung für den Souverän, das Deutsche Volk (vgl. z.B. Art. 56), erfordert also eine Leistungsgesellschaft, in der keiner ausgebeutet wird und die der Erhaltung und Weiterentwicklung der angestammten Kultur gerecht wird.

Jürgen Elsässer stellte die Verbindung von Geistig-Völkischem und Gemeinschaftsordnung unter dem Jubel der Bewegung auf der COMPACT-Oppositionskonferenz 2017 in Leipzig dar. (https://www.youtube.com/watch?v=w5DN36xJmZc&feature=youtu.be&t=11269):

„Wir verbinden Patriotismus und Einsatz für die Arbeiter und die Schwachen in diesem Land! Nationale und soziale Befreiung des Deutschen Volkes! . . . Erst kommt das Volk! Dann kommt das Land! Und erst am Schluß kommt die Partei!“ „Wir wünschen uns . . . daß dereinst. . . eine Nationalversammlung frei gewählter Deutscher Volksvertreter stattfindet, die eine echte Verfassung ausarbeitet.“

Hinweis der Redaktion:

In diesem Zusammenhang gilt es, die Begriffe Sozialismus und Volksgemeinschaft nicht zu verwechseln.

 





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