Bismarck aus dem Versteck holen! In Aumühle wird deutsche Geschichte zum Orientierungslauf!

Er war der Spririturs Rector der Nationswerdung von uns Deutschen – heute wird sein Gedenken versteckt (BQ: KI)

In Altmühle wird deutsche Geschichte zum Orientierungslauf

In Aumühle befinden sich das Bismarck-Museum, die Ausstellung der Otto-von-Bismarck-Stiftung und das Mausoleum mit den Sarkophagen Otto und Johanna von Bismarcks. Doch wer dieses bedeutende historische Erbe besuchen möchte, muss offenbar zunächst einen Orientierungslauf durch den Sachsenwald bestehen.

Am Bahnhof fehlen ein großer Informationskasten und eine unübersehbare Beschilderung. Die Busverbindung ist am Wochenende unzureichend, der empfohlene Fußweg teilweise schlecht begehbar und an einer Stelle sogar beschädigt. Besonders für ältere und mobilitätseingeschränkte Besucher wird historische Bildung damit zur Hindernisstrecke.

Lohnender Besuch des Bismarck-Museums in Aumühle

Dabei lohnt sich der Besuch: Das Museum zeigt Hunderte bedeutende Exponate, darunter Anton von Werners Gemälde der Kaiserproklamation von 1871, Bismarcks Fürstendiplom, Orden, persönliche Gegenstände und sein mit Originalmöbeln eingerichtetes Arbeitszimmer. Im Forsthaus Friedrichsruh trainierte außerdem die deutsche Boxlegende Max Schmeling.

Andere Gemeinden würden mit Bismarck und Schmeling große Plakatwände füllen. Aumühle schafft es dagegen nicht einmal, Besuchern zuverlässig den Weg zu zeigen.

Zeit für eine Geschichtswende!

Wir fordern:

  • einen großen Bismarck-Schaukasten im Bahnhof,
  • eine deutliche Beschilderung zu Museum, Stiftung und Mausoleum,
  • die sofortige Sicherung des beschädigten Fußweges,
  • eine verlässliche Busverbindung an Wochenenden,
  • bessere Zugänglichkeit für ältere und mobilitätseingeschränkte Besucher und
  • eine stärkere touristische Bewerbung Friedrichsruhs.

Dafür muss niemand ein Reich gründen – einige Schilder, ein sicherer Weg und ein fahrender Bus würden zunächst genügen.

Aumühles grüner Bürgermeister Knut Suhk ist als Gemeindeoberhaupt ein wichtiger Ansprechpartner. In Berlin wurde das Bismarck-Zimmer im Auswärtigen Amt umbenannt und das Porträt entfernt; in Aumühle muss man Bismarck erst einmal finden. Geschichte verschwindet jedoch nicht, nur weil man Bilder abhängt oder Wegweiser vergisst.

Doch Kritik verdient nicht nur die Gemeindeverwaltung: Auch die AfD, die öffentlich „Mehr Bismarck wagen“ fordert, hat sich nach unserem bisherigen Kenntnisstand in dieser konkreten Angelegenheit noch nicht bemerkbar gemacht. Große Worte allein reparieren keinen Waldweg, stellen keine Hinweisschilder auf und bringen am Wochenende keinen Bus ins Rollen. Wer mehr Bismarck fordert, sollte sich auch dort einsetzen, wo sein historisches Erbe tatsächlich bewahrt und zugänglich gemacht werden muss.

Jetzt beim Bürgermeister von Aumühle beschweren!

Schreiben Sie dem Bürgermeister!

Wer diesen unwürdigen Umgang mit einem bedeutenden Ort deutscher Geschichte nicht länger hinnehmen möchte, sollte sich höflich, aber nachdrücklich beim Bürgermeister beschweren. Fragen Sie, warum eine angemessene Besucherführung fehlt, und fordern Sie konkrete Verbesserungen!

Bürgermeister Knut Suhk
Gemeinde Aumühle
Bismarckallee 21
21521 Aumühle

Telefon: 04104 9629618
E-Mail: bgm-aumuehle@amt-hohe-elbgeest.de

Schreiben Sie jetzt und fordern Sie eine Geschichtswende für Friedrichsruh!

Friedrichsruh darf kein Geheimtipp für sportliche Pfadfinder bleiben – und „Mehr Bismarck“ darf kein bloßer Werbespruch bleiben.