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Schon wieder eine Statistiklüge durch das Statistische Bundesamt und die Lügenmedien

Wvh10.de 17.02.2016 0 Teilen

ePost aus Pan-Autarkia am 17.02.2016:
Schon wieder eine Statistiklüge durch das
Statistische Bundesamt und die Lügenmedien

http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-02/
erwerbstaetigkeit-deutschland-statistisches-bundesamt-arbeitslosigkeit-arbeitnehmer

Erwerbstätige :
So viele Arbeitnehmer wie nie in Deutschland

Erstmals gibt es in Deutschland mehr als 39 Millionen Arbeitnehmer, die Zahl der Selbstständigen sank derweil. Der Boom geht auf das Dienstleistungsgewerbe zurück.

 

16. Februar 2016, Quelle: ZEIT ONLINE, Reuters, dpa, © Patrick Pleul/dpa

Von dem Beschäftigungsboom profitiert das produzierende Gewerbe weniger.

Die starke Nachfrage im Dienstleistungssektor hat die Zahl der Beschäftigten auf ein Rekordniveau gehoben. Im vierten Quartal 2015 wurden 43,4 Millionen Erwerbstätige in Deutschland gezählt. Das waren 412.000 Menschen oder ein Prozent mehr als ein Jahr zuvor, teilte das Statistische Bundesamt mit. Einen stärkeren Zuwachs gab es zuletzt im Sommer 2012.

Während die Zahl der Selbstständigen sank, stieg die der Arbeitnehmer auf ein Rekordniveau. Sie erhöhte sich Ende vergangenen Jahres um 510.000 oder 1,3 Prozent auf 39,2 Millionen. Damit wurde erstmals die Marke von 39 Millionen Arbeitnehmern übertroffen. Die Zahl der Selbstständigen einschließlich mithelfender Familienangehöriger ging dagegen um 98.000 auf 4,2 Millionen zurück. Damit sei die Selbstständigkeit im Vorjahresvergleich seit über drei Jahren rückläufig. Die Zahl der Arbeitslosen ist auf den niedrigsten Stand seit 24 Jahren gesunken.

Die größten Zuwächse bei Beschäftigten meldeten mit 151.000 Personen oder 2,6 Prozent die Unternehmensdienstleister. Dazu gehören zum Beispiel Reinigungsunternehmen oder IT-Firmen. Im Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit gab es ein Plus von 145.000, im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe 104.000.

Im Produzierenden Gewerbe (ohne Bau) gab es ein Plus von 18.000 Personen, im Baugewerbe von 1.000. Dagegen sank die Erwerbstätigenzahl in der Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei um 19.000.

Arbeitsbelastung jedes Einzelnen gesunken

Die von allen gemeinsam erbrachte gesamtwirtschaftliche Arbeitsleistung wuchs um zwei Prozent auf knapp 59 Milliarden Stunden im Jahr 2015. Damit wurden fast die Rekordwerte von kurz nach der Wiedervereinigung erreicht, als auf dem Gebiet der früheren DDR noch große Belegschaften mitgezählt wurden. Im Jahr 1991 waren laut Statistik noch 60,3 Milliarden Arbeitsstunden geleistet worden.

Unter anderem wegen der seitdem zunehmenden Teilzeitarbeit ist die Arbeitsbelastung jedes einzelnen Beschäftigten in der Tendenz gesunken. Im Jahr 2015 leistete jeder Erwerbstätige durchschnittlich 1.371 Arbeitsstunden, fast 200 weniger als im Jahr 1991 mit 1.565 Stunden. Die aktuelle Arbeitsleistung entsprach rund sechs Stunden pro Arbeitstag.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sieht vor allem beim Rückgang der Selbstständigen ein Gefahrenpotenzial: “Das ist ein Warnsignal”, sagte der Referatsleiter Existenzgründung beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), Marc Evers. Denn dadurch gebe es künftig Unternehmen, die für Beschäftigung sorgten. “Gute Fachkräfte bekommen gute Angebote aus der Wirtschaft, zumal in Zeiten des Fachkräftemangels.” Die sichere, gut dotierte Festanstellung würde der Existenzgründung mit ungewissem Ausgang vorgezogen. Das sei die Schattenseite der guten Konjunktur. “Wenn wir nicht aufpassen, gerät das Erfolgsmodell des international erfolgreichen deutschen Mittelstandes unter Druck”, warnte er. Zumal in Schwellenländern immer mehr innovative Start-ups gegründet würden. Um gegenzusteuern, müssten die Themen Wirtschaft und Existenzgründung im Schulunterricht eine viel größere Rolle spielen.

FAZIT: Die Überschrift ist eine typische Bundesregierungs-Propaganda: „Schaut, wie gut es uns geht dank der guten Bundesregierung!“ Da werden große Golden-delicious-Äpfel und Mini-Birnen addiert. Nur wer den Artikel aufmerksam bis zum Ende studiert, bekommt mit, dass die allein entscheidende Zahl der geleisteten Gesamtstunden geleisteter Arbeitszeit pro Jahr niedriger ist als in 1991. Das statistische Bundesamt addiert einfach die Teilzeitbeschäftigten, Halbtags- und Ganztagskräfte, wahrscheinlich auch die Praktikanten und Leiharbeiter inkl. der über osteuropäische Billigleihfirmen Beschäftigten. Immer weniger Leute finden einen Ganztagsberuf. Im Durchschnitt besteht eine Beschäftigung nur von 6 Stunden pro Arbeitstag.

Schon der erste Leserkommentar findet des Pudels Kern:

„Bei uns in der Firma wurde auch kräftig eingestellt. Allerdings nur im Niedriglohn-und Leiharbeitssektor.Alte gut bezahlte Stellen, werden mit billigen zumeist sehr jungen Leuten besetzt, zum Teil mit staatlicher Bezuschussung.“

So wird alles geschönt. Die wahre Zahl der geleisteten Arbeitsstunden muss auch die Arbeitsstunden der Unternehmer und die von deren Familienangehörigen berücksichtigen. Diese Zahl wird aber ausgeklammert. Es heißt lediglich, dass die Selbstständigenzahl gesunken sei. Von Rekordzahlen kann also keine Rede sein.

Die Angaben des Statistischen Bundesamtes zählen auch die noch berufstätigen Rentner, also Niedrig-Rentner, die z. B. noch einen Teilzeitberuf ausüben, weil die Rente hinten und vorne nicht zum Leben reicht. Auch in dieser Beziehung wird eine heile Welt vorgegaukelt.

Viele Arbeitnehmer haben zwei, manche sogar drei, Arbeitsstellen, weil sie sonst nicht über die Runden kommen. Die werden entsprechend aber doppelt oder dreifach gezählt. Manche Mutter, die normalerweise Hausfrau und Mutter ist, muss noch einen Teilzeitjob ausüben, weil das Einkommen des Mannes nicht reicht. Auch das erhöht die Zahl der Arbeitsstellen und gaukelt eine Rekordwelt vor.

Folgende Statistik per Ende 2014 (2015: noch nicht da!) zeigt die Verlogenheit pur:

Die Vollzeitstellen sind von 1991 mit 28,91 Millionen auf 23,47 Millionen gefallen = MINUS 19 %!

Die Teilzeitstellen sind in derselben Zeit von 6,32 Millionen auf 14,78 Millionen gestiegen= + 134 %!

Wir haben uns auch vom Statistischen Bundesamt folgende Internetseite angeschaut:

https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/Indikatoren/LangeReihen/Arbeitsmarkt/lrerw011.html

Daraus ergibt sich eine Zunahme der Erwerbspersonen von Ende 2014 bis Ende 2015 um + 184.000. Dabei ist jedoch die BRD-Bevölkerung um + 580.000 auf 81.563.000 gestiegen. Normalerweise sind 53 % der Bevölkerung erwerbstätig; bezogen auf den Bevölkerungszuwachs sind aber nur 31 % erwerbstätig geworden. Also auch daraus ergibt sich einen Zahlenschönung.

Was soll da das Rekordgeschwätz? DIE ZEIT hat blind und unkritisch das abgeschrieben, was das Statistische Bundesamt per Pressemitteilung geschrieben hat. Da fällt einem nicht mehr dazu ein, oder doch: ein WELT-Artikel von 2015: http://www.welt.de/debatte/kommentare/article141484541/Die-Unis-produzieren-Theorietrottel-und-Langweiler.html

 

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