WIR lassen uns das Saufen nicht von den Spießern in Nadelstreifen aus der DEL2-Vorstandsclique verbieten!

Am Pranger im Monat Oktober 2018: Attila Eren und die “Heilbronner Falken GmbH”

Kein Alkohol ist auch keine Lösung (Bildquelle: Petra Bork / pixelio.de)

Grenzdebiles Spirituosen-Verbot in der drögen Kolbenschmidt-Arena auf Geheiß der DEL2

Es kam wie eine Art Aprilscherz daher. Mit “Falken-Fans aufgepasst” wurde eine Mitteilung der Heilbronner Falken GmbH verbreitet, in der auf den künftigen Verzicht für den Verkauf von Spirituosen hingewiesen wurde. Begründet wurde dies mit der kruden These, Alkohol sei zentrales Element von Gewalt und Rechtsverstößen in Sportstadien. Man könne, so die Argumentation für das “Hartgas”-Verdikt, froh sein, so heißt es in der platten Mitteilung in bestem Lieschen-Müller-Deutsch, dass man bei “Risikospielen” kein generelles Alkoholverbot ausspreche. >> weiterlesen

Nach dem 2:0-Heimerfolg zur Heimpremiere gegen Herbholzheim

Gelungener Start in eine neue Epoche für den VfR Heilbronn 96-18

Leidenschaft kennt keine Liga: Auch in der Kreisliga B findet der VfR Heilbronn 96-18 mit seinen “Heilbronner Jungs” fanatische Anhänger (Bild: WIR)

Allen Unkenrufen zum Trotz: Das Projekt Wiedergründung des VfR Heilbronn läuft

Es war keine Schnapsidee. Und auch kein unüberlegter Schnellschuss, was die Mannen um den Vorsitzenden Onur Celik konzipiert und nun umgesetzt haben. Innerhalb weniger Wochen nach Vereinsgründung konnte eine erste Mannschaft sowie eine Reserve aufgestellt und zum Spielbetrieb angemeldet werden. Potente Sponsoren haben eine erste Spielzeit ohne finanzielle Zwänge ermöglicht. Die Idee und die Philosophie für den neuen VfR stehen, was unter anderem zu keinen überbordenden Kosten für die Lizenzspieler führt. Dem Vernehmen nach spielen alle Aktiven des VfR Heilbronn für Gotteslohn; einzig der namhafte Trainer erhält eine Tätigkeitsvergütung. An Idealismus mangelt es also weder den Initiatoren, Funktionären und Spielern. Das große Fragezeichen stand vielmehr nach recht überschaubaren Testspielergebnissen hinter der fußballerischen Leistungsfähigkeit der völlig neu formierten Truppe des neuen VfR Heilbronn 96-18. Nach der gelungenen Heimspielpremiere dürften nun die größten Kritiker verstummen. >> weiterlesen

Vor dem ersten Pflichtspiel des wiedergegründeten VfR Heilbronn 96-18 erfreut sich der Kreisliga B-Verein bundesweiter Aufmerksamkeit

“Das Erwachen der Macht” – der VfR Heilbronn ist wieder da!

Nach über 15 Jahren ist es soweit: Der VfR Heilbronn ist wieder da!

Aus fahriger Thekenidee wird ein ambitioniertes Projekt

Spätestens nach dem blamablen Abstieg des FC Union Heilbronn in die Kreisliga A munkelte man an mancher Unterländer Theke, jetzt, nachdem die “Union”, in der ja der VfR bekanntlich aufging, abgestiegen sei, könne man ja gleich den VfR wieder gründen. Einmal aufsteigen und man sei so ‘weit’ wie der ungeliebte Fusionsverein vom See, der in der Spielzeit 2016/2017 völlig überraschen abstieg. Bereits nach den indignierenden internen Streitigkeiten des FC Union im Februar 2016 wurde bekanntlich auch von dieser Plattform aus angeregt, den VfR neu zu gründen. Doch bei näherer Überlegung, dachte man an das Schicksal des FC Laube 02.  WIR schrieben bekanntlich zur VfR-Neugründung: Verlockend aber schwer praktikabel. Um so erfreulicher, dass sich aus einem lockeren Treffen mit einer Handvoll Menschen durch die Beharrlichkeit der Beteiligten nun eine regelrechte Bewegung entwickelt hat, die den Unterländer Fußball-Anhänger förmlich mitreißen muss, zumindest aber nicht gleichgültig lassen kann.

Bezeichnender Weise war treibende Kraft ein türkischer Mitspieler der vielbeachteten legendären VfR-A-Jugend-Pokalsiegermannschaft aus dem Jahr 1995/1996. Onur Celik hat sich mit anderen Mitstreitern zusammen getraut, das anzugehen, wozu sonst keiner den Schneid hatte, und vielerorts nur ein bierseeliges Hirngespinst blieb. Dies wirft ein tristes Licht auf ein Land, in dem wir Deutschen immer mehr eine perfide Vollkaskomentalität aufweisen, ein Bedürfnis danach, von vorne bis hinten ‘gepampert’ zu werden. Die Angst zu scheitern, verbaut so häufig die Chance, etwas wahrhaft Großes aufzubauen. Erst im Mai 2018 zur Eintragung gelangt, gelang dem wagemutigen Celik mit seinem Team Erstaunliches: Es wurde nicht nur sofort der Spielbetrieb für die kommende Spielzeit 2018/2019 aufgenommen, sondern sogar sofort zusätzlich eine Reservemannschaft aufgestellt. Fast 50 Spieler erklärten sich bei den beiden Aktiven-Mannschaften bereit, für lau wieder im Trikot der Schwarz-Weißen aufzulaufen. Oftmals auf Eigeninitiative hin. Gespielt wird gar wieder unmittelbar nach Neugründung in der alten Heimat “Frankenstadion”. Namhafte Sponsoren wurden gefunden, ein renommierter Ausrüster steht bereit, den VfR 2.0 intensiv zu unterstüzen. Ein Start von Null auf Hundert. Noch ohne ein einziges Spiel wird der VfR sogleich als einer der Aufstiegsaspiranten der Kreisliga B2 Unterland gehandelt. Mitgliederzahlen tendieren bereits gegen 100. Schon in zwei Jahren soll eine eigene A- und B-Jugend gestellt werden. Erstaunlich! >> weiterlesen

Erfolgreiche und gut besuchte Saisoneröffnungsfeier am 11. August in der Heilbronner Kolbenschmidt-Arena

Nach dem Stadionfest: Der HEC und „Die Treuen“ wappnen sich in Zeiten des Umbruchs

Im Bild: Hoffentlich kein schlechtes Omen: Peinliches Tribünentransparent im Stile “Habicht jagt halbes Hähnchen!”  (Bild: WIR)

Seit dem 11. August 2018 ist die eishockeylose Zeit zu Ende

Lange hat es gedauert, bis der Puck wieder über das Eis flitzt. Kaum zu glauben: Bei gefühlten 40 Grad in deutschen Landen und hoher Luftfeuchtigkeit wie in den Subtropen fiel bereits am vergangenen Wochenende wieder der Startschuss für die Vorbereitung zur DEL2-Saison 2018/2019 in der Heilbronner Kolbenschmidt-Arena.

Rückblick auf die Saison 2017/2018

Der Rückblick fällt mit Blick auf den HEC durchwachsen aus. Zwar waren die Heilbronner Kufenflitzer erstmals seit Einführung nicht unfreiwilliger Teilnehmer in den Play-Downs, aber nach einem Katastrophenstart und dem Höhepunkt zur Jahreswende mit drei grandiosen Siegen gegen die letzten drei DEL2-Meister versanken die Falken wieder im Mittelmaß. Souverän erreichte man zwar über die Pre-Play-Offs die Entscheidungsspiele und lieferte den verhassten Konkurrenten aus der verbotenen Stadt einen grandiosen Kampf, allein: Man war abermals chancenlos!

Alles in der letzten Saison wird aber überstrahlt von unserer großartigen Olympia-Mannschaft. Es wird uns wohl allen unvergessen bleiben, dass wir von den Russen erst in der letzten Minute der regulären Spielzeit die Goldmedaille entrissen bekamen. Unglaublich – bis heute! Bei der darauffolgenden WM wurde unsere Nationalmannschaft allerdings wieder geerdet. Ohne Top-Torhüter und ohne die Besten keine Chance auf das Achtelfinale bei WM-Tournieren! >> weiterlesen

Erdogan-Boys und Jogis "Schlaaaaand"-schaft blamieren eine einstmals große Fußballnation; DFB setzt einen Kommunikations-GAU nach dem anderen drauf

“Fußball-Deutschland, Du mieses Stück Scheiße!” – der deutsche Fußball kreist nur noch um Mesut Özil

“Jogi’s Erdogan-Boys” (Satirische Bildmontage WIR)

Von Vornherein Sand im Getriebe durch die Erdogan-Boys und anhaltender Diskussionen wegen deren Verbleib in der “Schlaaaand”-schaft: Der Fall Özil

Vor der WM der 14. Mai und das unsägliche Bild dreier hochbezahlter Fußballer türkischer Herkunft mit Recep Tayyip Erdogan in London am Rande einer Spendengala. Danach: Die drei größtenteils unterirdischen Kicks der zur eunuchenhaften “Mannschaft” degenierten einst stolzen deutschen Nationalmannschaft. Raus in der Vorrunde. Der Fluch des Weltmeisters! Am Sonntag, den 22. Juli, und damit etwas mehr als zwei Monate später dann die nächste mediale Özil-Bombe: Mit perfidem Nachtreten und großem Medienauftrieb erklärt der 29-jährige seinen Rücktritt aus der deutschen Nationalmannschaft. Özil bestimmt das mediale Geschehen um den deutschen Fußball. Zuerst durch seine taktlose, ja bewusst provozierende Erdogan-Inszenierung. Nach dem Turnier durch seinen effektvollen Abgang. Hätte er die letzten Jahre nur ansatzweise so viel Wirkung auf dem Platz hinterlassen.

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Nach dem Deutschrock-Festival ist vor dem Deutschrock-Festival

Auf G.O.N.D. 2018 folgt erstmals “Rock Dein Leben”

G.O.N.D. 2018: “Ein Festival wie ein Orkan” (Bild: WIR)

Auch 2018 weiterhin Polit-Legasthenie bei den Veranstaltern

Zum 13. Mal wurde den Onkelz ein Fest beim G.O.N.D. auf dem weitläufigen Gelände im ostbayrischen Rieden gegeben. Feiern bei Klängen der Onkelz und deutschsprachigem Rock war angesagt. Uneingeschränkt sollte jedoch nicht gefeiert werden. Politische Anstandsregeln waren angesagt .  Wie im letzten Jahr wurde die Lektüre des an sich hervorragenden Festival-Guide von einer enervierenden politisch korrekten Fehlleistung getrübt. „Rechtsradikale Parolen werden von uns nicht geduldet, führen zum Festivalverweis und werden zur Anzeige gebracht.“, heißt es da. Gähn!  Sachlich falsche Aussagen bzw. leere Drohungen werden auch dadurch nicht wahrer, wenn man sie jedes Jahr wiederholt. Gewiss. Betrachtet man den beachtlichen organisatorischen und logistischen Aufwand einer Großveranstaltung wie im beschaulichen Rieden-Kreuth haben die Herren Steffen Kiederer und Timo Hofmann sicherlich besseres zu tun und WIR wollen den vielbeschäftigten Festival-Veranstaltern gerne mit einem Formulierungsvorschlag assistieren: “Wer an unserem Festival teilnimmt, akzeptiert unseren Verhaltenskodex. Wir dulden keinerlei politisch-extremistische Meinungsbekundungen. Verstöße hiergegen führen zum Festivalverweis. Sollten strafbare Handlungen vorliegen, werden diese zur Anzeige gebracht.” Mag es den Veranstaltern auch nicht sonderlich gefallen: WIR konnten feststellen, dass ganz offensichtlich erfreulich wenige Gäste Anhänger der multikulturellen Gesellschaft waren. >> weiterlesen

Sensation: Die Rasenspieler starten ihre Wiederauferstehung bereits im Spieljahr 2018/2019 in ihrer alten Heimat: Das Frankenstadion beheimatet den neuen VfR 96/18

Die gute Nachricht des Fußballjahrs 2017/2018: Der VfR Heilbronn ist wieder da!

Was WIR nicht glaubten, gelingt dem neuen Vorstand des gestern eingetragenen Vereins

“Wunder gibt es immer wieder”, so titelte einst der ewigjunge Schlager von Katja Ebstein. Nun hat auch der Heilbronner Fußball sein ‘Wunder’. WIR berichteten über den Niedergang des Heilbronner Fußballs bereits mehrfach. Die Abwahl von Gerd Kempf als vormaligen Vorsitzenden des Fusionsvereins FC Union Heilbronn, womit das ohnehin nur noch schwächlich pochende Herz des VfR endgültig zu schlagen aufhörte. Die Ära Menold. Der Abstieg des Fusionsvereins aus VfR, der Heilbronner Spielvereinigung und der Fußballabteilung des FV Union 09 Böckingen in die Bedeutungslosigkeit der Kreisliga nach der Gleichung: Aus drei mach nix! Doch nun gibt es wieder eine neue Hoffnung.

Der Jahrhundert-Jahrgang erweckt den VfR zu neuem Leben

Onur Celik, einer der Mitglieder der legendären Mannschaft, die für unseren VfR Heilbronn 1995/1996 den DFB-Junioren-Vereinspokal errang, hat mit seiner prächtig eingespielten Truppe das Unmöglich erscheinende wahrgemacht. Gegen alle Widerstände, gegen auch die Einlassungen des Verfassers, der einem Projekt der Reconquista des VfR für den Heilbronner Fußball keinerlei Perspektiven einräumte: Der VfR Heilbronn ist wieder da!  Einmal mehr zeigt sich, dass Mut und Entschlossenheit, gepaart mit Begeisterung und Kompetenz nahezu alles bewegen können. Ein prall gefüllter Saal am gestrigen Donnerstag bei einer weiteren Informationsveranstaltung im  Ristorante “Lo Stadio”, dem ehemaligen Vereinsheim der Schwarz-Weißen, sind der lebendige Beweis. Das Feuer ist entfacht. WIR sind stolz auf einen derartigen Neustart. >> weiterlesen

Nach dem Erdogan-Foto-Eklat der deutschen Nationalspieler mit türkischen Wurzeln

WIR staunen Bauklötze! “Rechte” Töne von Cem Özedemir in Richtung Özil und Gündogan

(Im Bild: ‘Unsere’ wackeren Profis, die für die deutsche Elf auflaufen: Ilkay Gündogan und Mesut Özil.)

Viel Lärm um nichts

Es gibt Tage, da reibt man sich selbst als altgedienter rechter Recke verdutzt die Augen. So geschehen am heutigen Montag, den 14. Mai. Was war geschehen? Im Rahmen des dreitägigen Besuches von Recep Tayyip Erdogan in Großbrittanien kam es am Sonntagabend zuvor bei einem Galabend einer türkischen Stiftung in einem Londoner Luxushotel zu einem kurzen Fototermin. Der Nachwirkungen haben sollte.  Dabei übergaben drei bekannte türkische Fuballprofis, die in der Premier League ihr Geld verdienen, handsignierte Trikots ihrer Mannschaften an den türkischen Staatspräsidenten. Dritter im Bunde neben den DFB-Spielern Özil und Gündogan war übrigens der Everton-Profi Cenk Tosun. Insbesondere Ilkay Gündogans Trikot mit der Nummer 8 sorgte für großen Unmut. Es war handsigniert und enthielt die Floskel: “Mit großem Respekt für meinen Präsidenten”. Soviel zu den banalen Fakten. Was dann folgte, war ein typischer bundesrepublikanischer Sturm im Wasserglas.

DFB-Präsident Grindel drischt Phrasen im Merkel-Stil – Özdemir schimpft wie ein ‘anatolischer Rohrspatz’

Der ehemalige CDU-Politiker Grindel entblödete sich dann nicht, dummdreiste Phrasen im Merkelstil abzusondern. Das öffentlichkeits- und vor allem progagndistisch wirksame Posieren mit dem türkischen Ministerpräsidenten sei mit den “Werten des Fußballs und des DFB nicht vereinbar”. Da stellt sich nur die Frage, welche Werte das eigentlich sein sollen. “Say no to racism” oder ähnlicher Blödsinn? Aber geschenkt! Viel interessanter waren die Reaktionen unseres ‘Lieblingsanatoliers’ Cem Özdemir. Der brave Cem wird in der Welt-Online vom 14. Mai mit den Worten:”Der Bundespräsident eines deutschen Fußball-Nationalspielers heißt Frank-Walter Steinmeier, die Bundeskanzlerin Angela Merkel und das Parlament heißt Deutscher Bundestag. Es sitzt in Berlin, nicht in Ankara.”, zitiert.

Zwiespältige “rechte” Stellungnahme von Özdemir

Man wird dem wackeren Cem zunächst spontan zustimmen. Schließlich wollen Özil und Gündogan ja deutsche Nationalspieler sein. Der zweite Gedanke ist dann aber der Richtige. Seine kulturellen Wurzeln verliert man nie. Auch wenn man sich um des Erfolges Willen einer Nationalmannschaft anschließt, die deutlich bessere Chancen auf sportliche Erfolge hat, bleibt man Türke. Ohne Wenn und ohne Aber. Kulturell zerrissen ist man als “Fußball-Gastarbeiter” und bleibt man ein Leben lang. Gerade in der besonders problematischen dritten Generation. Vielleicht sollten sich die Herren Özdemir und Gündogan hinterfragen, ob sie weiterhin für die deutsche Elf auflaufen wollen. Den Namen “Nationalmannschaft” hat die Truppe um Jogi Löw nun aber endgültig nicht mehr verdient.

 

Von unserem freien Mitarbeiter Charles Bukowski 2.0*

“Mindeststeuer auf Alkohol? Was seid ihr eigentlich für Schotten? Verkappte Nordmänner? Fickt Euch doch ins Knie!”

Im Bild: WIR lassen uns das Saufen nicht verbieten! (credits @ john cafazza)

Das Erwachen

Ich wache auf. Mitten in der Nacht. Es ist wohl gegen neun Uhr morgens. Mein Schädel brummt. „Was für ein Gesaufe denke ich!“. „Aber es war so geil!“ Ich schaue neben mich. Ins versiffte Etwas, das ich Bett nenne. Niemand neben mir! Puuuuhh! Ich drehe mich in die Gegenrichtung. Greife neben das Bett. „Da muss doch noch irgendwas zum Saufen da sein“, denke ich. Doch scheiße! Den letzten Rest meiner Jackie-Mischung von gestrigen Nachtrunk zuhause habe ich heute früh malerisch auf dem Boden verteilt. Die angetrocknete Whisky-Plärre überdeckt das Erbrochene vom Vortag. Jeder Abend hinterlässt eben seine Spuren. „Das gibt’s doch gar nicht!“, brülle ich. „Was für eine Scheiße!“. Ich will mich aus meiner durchgelegenen Koje erheben, aber ich bin viel zu platt. Als ich mich nach Stoff suchend auf die andere Seite drehe und mit meiner zittrigen Pfote nach Trinkbarem suche, gerät mir die Drecksfernbedienung in die Finger. Ich will sie schon fast an die Wand schmeißen, denke: „Jetzt nicht auch noch dieser Schlüsselöffner zur bürgerlichen Scheinwelt!“. Aber zufällig drücke ich auf den Anschaltknopf. Und eine entfesselte TV-Schlampe plärrt viel zu laut auf mich ein. Schwafelt irgendeinen Dreck. Hetzt gegen Trump. Faselt Müll von angeblichem Sexismus. Typischer Dreck aus dem Hause X-TV. „Oh Mann, was labern diese Penner wieder für eine Scheiße!“. Aber ich bin zu antriebslos, um mir dieses niveaulose Geseire mieser schwanzloser Lutscher überhaupt vom Hals halten zu können. Ich finde den Ausknopf nicht. Dösend erlebe ich die nächsten Stunden. >> weiterlesen

Nachklapp zum erbärmlichen Nachtreten anlässlich der Echo-Preisverleihung 2018 und öffentlichkeitswirksamen Rückgebens erhaltener Preise; neueste Eskalationsstufe: Echo-Abschaffung

Zu Andreas Frege („Campino“): „Alter, hättest ‘mal besser Deine Fresse gehalten!“

Kanzlei Dangel, Insolvenzverwalter, Schläger, Säufer, Hurenbock

Credit @Valentino Funghi

„Kollegah“ und „Farid Bang“ verschaffen der „Echo“-Preisverleihung ungeahnte Aufmerksamkeit

„Endlich einmal wieder ein Skandal“, möchte man fast sagen. In einer an zeitgeist-gestylter  Stromlinienförmigkeit und musikalischer Eintönigkeit kaum zu überbietenden Musikszene der Hauptrichtung – gehätschelt von Medienkonzernen. Da muss man den deutschsprachigen Rappern mit schlechtem Leumund beinahe dankbar sein. Ohne „Kollegah“ und „Farid Bang“ hätte außer der vermeintlichen Musikszene selbst – mit Verlaub – von der „Echo“-Preisverleihung keine Sau Notiz genommen. >> weiterlesen